Kursdetails

22-1A104 Nicht alle Wege führen nach Rom - Römerstraßen und römischer Straßenbau in Süddeutschland

Beginn Do., 23.06.2022, 19:00 - 20:30 Uhr
Kursgebühr 10,00 €
Dauer 1 Termin(e)
Kursleitung Klaus Wankmiller

Die Via Claudia Augusta ist die bekannteste Römerstraße nördlich der Alpen. Kaiser Claudius ließ sie 46/47 n. Chr. in rekordverdächtiger Zeit von der Adria bzw. dem Po an die Donau erbauen. Dies gelang nur, weil die Römer teilweise Altstraßen und Saumpfade der Kelten für den Bau verwendeten. Doch gibt es im Voralpenraum noch weitere Römerstraßen, die das Land für den Handel und Kriegszüge erschlossen. Veteranen errichteten entlang der Trasse Villen, um das Land zu erschließen und gegebenenfalls eine schnelle Eingreiftruppe rekrutieren zu können. Waren und Schmuckstücke wurden bereits damals aus ganz Europa und dem Orient importiert. Aber auch auf den Flüssen transportierten die Römer Waren, was deutlich günstiger als auf dem Landweg war. Dort wo heute das Hohe Schloss über Füssen thront, stand im 3. Jahrhundert eine spätantike Befestigung, von wo aus man die Via Claudia und den Transport auf dem Lech beobachten konnte. Im Museum der Stadt Füssen befindet sich die Kopie des Herakliussteins, auf dem erstmals der Name Füssen („Foetes“) genannt ist.
Der Vortrag verfolgt Spuren der Via Claudia von Oberitalien über die Alpen bis hin zur Donau und berücksichtigt auch andere Römerstraßen in der damaligen Provinz Rätien. Außerdem wird dokumentiert, wie die Römer ihre Straßen bauten.



Kurs abgeschlossen

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Termine

Datum
23.06.2022
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
Museum der Stadt Füssen; Colloquium