Kursdetails

22-2A105 Gedächtniskultur – Kriegerdenkmäler im Wandel

Beginn Mi., 09.11.2022, 19:00 - 20:30 Uhr
Kursgebühr 10,00 €
Dauer 1 Termin(e)
Kursleitung Klaus Wankmiller

Kriege begleiten die Menschheit. Über Jahrhunderte wurde der vielen namenlosen Opfer nicht gedacht. Die meisten fanden in Massengräbern neben den Schlachtfeldern ihre letzte Ruhestätte. Nur für die Feldherren errichtete man Denkmäler. Erst durch die Französische Revolution wurden Kriegsopfer „denkwürdig“. So entstanden die Denkmäler für die Völkerschlacht bei Leipzig und der Hügel bei Waterloo. Im 19. Jahrhundert kam es durch die nationalen Bestrebungen der europäischen Staaten zu einer wahren Blüte der Gedächtniskultur, man spricht sogar von einer „Denkmalsucht“. Der Erste Weltkrieg führte zu einem Massengedenken der zahlreichen Getöteten, deren Menge alles bisher Bekannte überstieg. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Opfer zu Volkshelden heroisiert. In der Nachkriegszeit wandelte sich das Heldendenkmal zum Mahnmal. Man erinnert sich heute nicht nur an die gefallenen Soldaten, sondern an alle Opfer des Nationalsozialismus und des Krieges, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Nation. Den Schlusspunkt des Vortrags, der durch die Geschichte der Gedächtniskultur und dessen Wandel im Laufe der letzten Jahrhunderte führt, bildet eine Übersicht über die wichtigsten Kriegerdenkmäler im Altlandkreis Füssen, die sich in jeder Gemeinde finden.




Kursort

vhs Füssen e.V. (Mag); großer Saal

Mühlbachgasse 6
87629 Füssen

Termine

Datum
09.11.2022
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
Mühlbachgasse 6, vhs Füssen e.V. (Mag); großer Saal